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Warum steht die Milch eigentlich immer hinten?

Frau steht in einem KI-generierten Labyrinth und sucht nach dem richtigen Weg – Symbolbild für Nutzerführung und Orientierung im Online-Marketing.

Was Dein Online-Marketing vom Supermarkt lernen kann

Eigentlich wollte man nur schnell Milch holen. Und plötzlich läuft man einmal quer durch den Supermarkt, vorbei an Obst, Angeboten, Aktionsflächen und Produkten, die definitiv nicht auf dem Einkaufszettel standen.

Zufall? Eher nicht.

Supermärkte sind ziemlich genau darauf ausgelegt, wie Menschen sich durch den Markt bewegen. Es geht darum, welche Wege sie nehmen, was ihnen dabei ins Auge fällt und an welchen Produkten sie vorbeikommen, bevor sie schließlich das kaufen, weshalb sie eigentlich gekommen sind.

Kunden werden durch den Markt geführt

Ein Supermarkt ist nicht einfach nur eingeräumt, sondern ziemlich durchdacht.

Laufwege, Produktplatzierungen und Gewohnheiten beeinflussen, was Kunden wahrnehmen und was am Ende tatsächlich im Wagen landet. Häufig gekaufte Produkte wie Milch oder Butter stehen deshalb oft weiter hinten im Markt. Der Weg dorthin führt automatisch an anderen Bereichen vorbei, an Angeboten, Aktionsflächen oder Produkten, die man sonst vielleicht gar nicht wahrgenommen hätte.

Und genau hier wird es fürs Online-Marketing interessant.

Denn auch online entscheidet nicht nur das Angebot darüber, ob jemand handelt, sondern vor allem der Weg dorthin.

Deine Website ist der digitale Laufweg

Eine Website funktioniert gar nicht so anders als ein Supermarkt.

Nutzer kommen irgendwo rein, und das längst nicht immer über die Startseite. Vielleicht über Google, Social Media, eine Anzeige, einen Blogbeitrag oder eine Landingpage.

Ab diesem Moment sollte möglichst klar sein, wie es weitergeht.

Eine gute Website kippt Nutzern nicht einfach alle Informationen gleichzeitig vor die Füße. Sie schafft Orientierung, beantwortet die wichtigsten Fragen und macht den nächsten Schritt so einfach wie möglich.

Fehlt diese Führung, fühlt sich eine Website schnell an wie ein schlecht geplanter Supermarkt: überall Schilder, überall Angebote, aber keine klare Richtung.

Nicht alles muss direkt am Eingang stehen

Im Supermarkt steht schließlich auch nicht jedes wichtige Produkt direkt vorne. Das wäre nicht besonders hilfreich, sondern vor allem unübersichtlich.

Stattdessen sind Bereiche bewusst angeordnet. Manche Dinge fallen sofort ins Auge, andere begegnen einem erst später und wieder andere stehen genau dort, wo eine Entscheidung fällt.

Genauso sollte auch eine digitale Customer Journey aufgebaut sein.

Nicht jede Leistung muss ganz oben stehen. Nicht jeder Hinweis braucht den größten Button und nicht jeder Inhalt gehört direkt auf die Startseite. Entscheidend ist, was Nutzer in der jeweiligen Situation wirklich brauchen.

Wer zum ersten Mal auf eine Website kommt, sucht Orientierung. Wer bereits Interesse hat, braucht Vertrauen. Und wer kurz vor einer Anfrage steht, möchte vor allem wissen, was jetzt zu tun ist.

Gutes Online-Marketing berücksichtigt genau diese unterschiedlichen Phasen, statt jedem Nutzer zur gleichen Zeit dieselben Inhalte zu zeigen.

Der Weg entscheidet über die Handlung

Viele Websites verlieren potenzielle Kunden nicht, weil das Angebot schlecht ist, sondern weil sie unterwegs den Faden verlieren.

Jemand klickt auf eine Anzeige und landet auf einer Seite, die überhaupt nicht zur Erwartung passt. Eine Person liest einen interessanten Blogbeitrag, findet danach aber keinen sinnvollen nächsten Schritt. Oder jemand möchte Kontakt aufnehmen und muss erst suchen, wo das überhaupt möglich ist.

Genau an solchen Stellen zeigt sich, ob eine Website einfach nur gut aussieht oder tatsächlich funktioniert.

Kennzahlen wie Klicks, Verweildauer, Absprungrate und Anfragen helfen dabei, solche Schwachstellen sichtbar zu machen. Im Supermarkt würde auffallen, wenn eine Fläche nicht funktioniert. Online übernehmen das die Daten.

Fazit

Warum steht die Milch also oft hinten?

Weil Wege wirken.

Im Supermarkt genauso wie online.

Es reicht nicht, gute Inhalte, starke Leistungen oder attraktive Angebote zu haben. Entscheidend ist auch, wie Menschen dorthin gelangen und was ihnen auf dem Weg begegnet.

Wer digitale Sichtbarkeit aufbauen möchte, sollte deshalb nicht nur überlegen, was gezeigt wird, sondern auch wann, wo und in welcher Reihenfolge.

Denn gutes Online Marketing bedeutet nicht, möglichst viel auf einmal zu zeigen.

Es bedeutet, Menschen so gut durch Inhalte, Angebote und Entscheidungen zu führen, dass der nächste Schritt ganz selbstverständlich wird.