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KI, Mittelstand und digitale Zukunft: Bundestagsabgeordneter Lars Ehm zu Gast bei Lenner Online Marketing

Besuch bei Lenner Online Marketing in Recklinghausen: Zwei Personen stehen vor dem Agenturlogo.

Wie verändert Künstliche Intelligenz den Mittelstand? Welche Kompetenzen brauchen Mitarbeitende künftig? Und welche Rahmenbedingungen benötigen Unternehmen, um die digitale Transformation erfolgreich zu gestalten?

Über diese und weitere Zukunftsfragen haben wir uns am 29. September 2026 bei Lenner Online Marketing in Recklinghausen mit dem Bundestagsabgeordneten Lars Ehm ausgetauscht.

Lars Ehm vertritt seit 2025 als direkt gewählter Abgeordneter den Bundestagswahlkreis Recklinghausen II und ist ordentliches Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages.

Künstliche Intelligenz verändert Unternehmen – nicht irgendwann, sondern jetzt

Ein Schwerpunkt des Gesprächs war die zunehmende Bedeutung Künstlicher Intelligenz für Unternehmen und Arbeitsplätze.

Dabei ging es nicht um die einfache Frage, ob KI menschliche Arbeit ersetzt. Viel entscheidender ist aus unserer Sicht, wie Unternehmen menschliche Erfahrung und Fachkompetenz mit den Möglichkeiten moderner KI-Systeme verbinden.

Genau darauf richten wir derzeit auch unsere eigene Agentur aus.

Unser Ziel ist eine AI-ready Organisation, in der Künstliche Intelligenz nicht isoliert als einzelnes Tool eingesetzt wird. Prozesse, Wissen, Daten, Verantwortlichkeiten und Kompetenzen müssen zusammenspielen.

Der Mensch bleibt dabei ein entscheidender Bestandteil.

Unser Ansatz lautet deshalb: Human-in-the-Loop.

KI kann analysieren, strukturieren, automatisieren und enorme Datenmengen verarbeiten. Erfahrung, strategische Einordnung, Kreativität, Verantwortung und Qualitätskontrolle bleiben jedoch wesentliche menschliche Aufgaben.

Mitarbeitende für den Wandel qualifizieren

Damit verbunden war eine weitere zentrale Frage des Gesprächs: Welche Fähigkeiten benötigen Mitarbeitende in einer zunehmend KI-geprägten Arbeitswelt?

Technologische Transformation funktioniert aus unserer Sicht nicht nachhaltig, wenn sie ausschließlich als Softwareprojekt verstanden wird.

Unternehmen müssen ihre Mitarbeitenden mitnehmen, qualifizieren und ihnen ermöglichen, neue Werkzeuge sicher und sinnvoll einzusetzen.

Deshalb beziehen wir unser Team aktiv in unsere eigene AI-ready-Transformation ein. Bestehende Kompetenzen sollen durch KI erweitert werden, statt menschliches Wissen vorschnell durch Automatisierung zu ersetzen.

Gerade für mittelständische Unternehmen sehen wir darin eine große Chance: Menschen kennen Kunden, Produkte, Märkte und betriebliche Zusammenhänge. KI kann dieses Wissen unterstützen und skalierbarer nutzbar machen.

Von SEO zu GEO: Sichtbarkeit verändert sich

Ein weiteres Thema war die Veränderung der digitalen Suche.

Über viele Jahre bedeutete digitale Sichtbarkeit vor allem: bei Google gefunden werden.

Das bleibt wichtig. Gleichzeitig verändert sich das Suchverhalten durch ChatGPT, Gemini, Claude, Perplexity, Microsoft Copilot und andere KI- und Antwortsysteme.

Menschen stellen komplexe Fragen und erhalten zunehmend direkt formulierte Antworten, statt ausschließlich eine klassische Trefferliste aufzurufen.

Für Unternehmen entsteht deshalb eine zusätzliche Herausforderung:

Wie werden Unternehmen, Marken, Produkte und Dienstleistungen in KI-generierten Antworten sichtbar und als relevante Quelle berücksichtigt?

Mit dieser Fragestellung beschäftigen wir uns intensiv.

Wir erweitern unsere langjährige Erfahrung in Suchmaschinenoptimierung und digitaler Sichtbarkeit deshalb um Generative Engine Optimization (GEO) und die Optimierung für AI Search und Large Language Models.

Dabei unterscheiden wir bewusst zwischen der Sichtbarkeit in Google AI Overviews und der Sichtbarkeit in LLM- und Answer-Engine-Systemen wie ChatGPT, Claude, Gemini, Perplexity und Microsoft Copilot.

KI verändert auch das Geschäftsmodell von Agenturen

Der technologische Wandel betrifft selbstverständlich auch unsere eigene Branche.

Wenn KI bestimmte Arbeitsschritte beschleunigt, verändert sich der Wert einzelner Leistungen. Gleichzeitig entstehen neue Kosten für Software, Modelle, Daten, Schnittstellen und technische Infrastruktur.

Deshalb beschäftigen wir uns intensiv mit der Frage, wie Agenturleistungen künftig aufgebaut und kalkuliert werden müssen.

Bildung und KI-Kompetenz werden zum Standortfaktor

Auch die Rolle von Schulen, Hochschulen und Weiterbildung war Bestandteil des Austauschs.

KI-Kompetenz bedeutet dabei mehr, als einen Prompt formulieren zu können.

Menschen müssen lernen:

  • Ergebnisse kritisch zu bewerten
  • Quellen zu überprüfen
  • unterschiedliche KI-Systeme sinnvoll einzusetzen
  • Datenschutz und Informationssicherheit zu berücksichtigen
  • KI als Werkzeug für produktiveres Arbeiten zu verstehen
  • menschliche Fachkompetenz mit maschineller Unterstützung zu verbinden

Diese Fähigkeiten werden aus unserer Sicht zunehmend Bestandteil beruflicher Qualifikation.

Mittelstand braucht Geschwindigkeit und Orientierung

Technologische Transformation lässt sich nicht aufhalten. Unternehmen können aber entscheiden, wie sie damit umgehen.

Gerade der Mittelstand verfügt über einen entscheidenden Vorteil: kurze Entscheidungswege, spezialisiertes Fachwissen und eine große Nähe zu Kunden und Märkten.

Wenn dieses Wissen mit Künstlicher Intelligenz verbunden wird, entstehen erhebliche Chancen für Produktivität, Innovation und neue Geschäftsmodelle.

Dafür braucht es gleichzeitig geeignete Rahmenbedingungen, Weiterbildung und den Mut, bestehende Prozesse und Geschäftsmodelle zu hinterfragen.

Austausch zwischen Politik und Mittelstand bleibt wichtig

Der Besuch von Lars Ehm hat uns die Gelegenheit gegeben, Erfahrungen aus unserem Agenturalltag und unserer laufenden KI-Transformation unmittelbar in den Austausch mit einem Mitglied des Deutschen Bundestages einzubringen.

Gleichzeitig konnten wir Themen diskutieren, die weit über Online Marketing hinausgehen: Arbeitsmarkt, Qualifizierung, Digitalisierung, Bürokratie, Arbeitsbedingungen und die Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer Unternehmen.

Wir bedanken uns bei Lars Ehm für den offenen und ausführlichen Austausch bei uns in Recklinghausen.

Solche Gespräche sind wichtig, weil digitale Transformation nicht ausschließlich in Technologieunternehmen, politischen Institutionen oder Forschungseinrichtungen stattfindet.

Sie findet jeden Tag in mittelständischen Unternehmen statt.

Und genau dort entscheidet sich, wie erfolgreich wir die Möglichkeiten Künstlicher Intelligenz in konkrete Wertschöpfung übersetzen.