Das OMR Festival 2026 – unser Recap

Mai 8, 2026 | News, Online-Marketing

Zwei Tage liegt die OMR 2026 jetzt hinter uns. David Klass und Lukas Korte waren vor Ort, haben viele Eindrücke gesammelt und neue Trends sowie Entwicklungen aus der Branche mit in die Agentur gebracht. Die wichtigsten Learnings der Messe drehen sich um die KI, Daten und neue Kommunikationswege. Marketing ist im Wandel und wir sind mittendrin.

Wie war die Atmosphäre auf der OMR?

Die Atmosphäre auf der OMR war beeindruckend. Große Marken wie Porsche, Google, Meta, Amazon oder SAP präsentierten aufwendig inszenierte Messestände, internationale Speaker teilten ihre Erfahrungen und der Entertainment-Faktor spielte eine große Rolle.

Mit über 67.000 Besucher war die Messe komplett ausgebucht und hat gezeigt, welchen Stellenwert digitales Marketing inzwischen erreicht hat. Besonders auffällig war, wie stark Marken heute nicht nur über Produkte, sondern über Erlebnisse und Aufmerksamkeit kommunizieren.

Veränderung und Fortschritt im Marketing

Ein Thema zog sich durch viele Vorträge und Gespräche: Marketing verändert sich grundlegend. KI ist längst mehr als nur ein zusätzliches Tool für Marketer. Sie entwickelt sich zunehmend zu einem festen Bestandteil von Prozessen, Content-Erstellung und Kommunikation.

Gleichzeitig wurde aber auch deutlich, dass viele Unternehmen KI aktuell noch ohne klare Struktur einsetzen.

Context is key

Kontext bleibt einer der wichtigsten Faktoren bei der Nutzung von KI. Je besser die Systeme mit Informationen, Markenverständnis und internen Abläufen gefüttert werden, desto besser werden auch die Ergebnisse.

Fehlt dieser Kontext, entsteht schnell generischer Content, der austauschbar wirkt. Genau das fällt Nutzer inzwischen immer schneller auf.

Guter KI-Content braucht deshalb mehr als nur gute Prompts. Entscheidend sind internes Wissen, eine klare Markenidentität und eine konsistente Sprache. Erst dadurch entsteht relevanter Content mit echtem Mehrwert.

Marketing wird mittelmäßig

Viele Unternehmen beobachten sinkende Conversion-Rates und eine schwächere Customer Experience. Ein Grund dafür ist mittelmäßiger KI-Content. Kund merken, wenn Inhalte durch KI standardisiert wirken und austauschbar werden.

Davon müssen wir weg. Stattdessen braucht es wieder mehr „Human Intelligence“ und Werte wie Vertrauen, Identität, Ästhetik, Individualität und Qualität. Glaubwürdiger Content hilft Marken dabei, aus der Mittelmäßigkeit auszubrechen.

AI Search und GEO – wie verändert sich die Suche durch die KI?

Klassisches SEO reicht heutzutage nicht mehr aus. AI Search funktioniert anders und wer nicht aktiv an seiner KI-Sichtbarkeit arbeitet, wird es mit der Zeit schwerer haben, sichtbar zu bleiben.

Listicles, Vergleiche, Advertorials und englische Quellen bilden für LLMs häufig eine wichtige Grundlage. Ohne klare Struktur und strukturierte Daten werden Websites und damit auch Marken und Unternehmen von KI-Suchsystemen wie AI Overviews deutlich schlechter erfasst.

Kommunikation über direkte Kanäle

Auch bei der Kommunikation verändert sich vieles. Direkte Kanäle gewinnen immer mehr an Bedeutung, während klassische One-to-Many-Kommunikation zunehmend an Wirkung verliert.

Vor allem Nutzer erwarten heute mehr Austausch, schnellere Reaktionen und relevantere Inhalte.

WhatsApp Newsletter mit starken Zahlen

WhatsApp war auf der OMR eines der meistdiskutierten Themen im Bereich Kommunikation.

Unternehmen berichten von hohen Öffnungsraten, guten Conversion-Rates und deutlich mehr direkter Interaktion als bei klassischen E-Mail-Newslettern. Gleichzeitig wurde aber auch klar: WhatsApp funktioniert nur dann gut, wenn Kommunikation nicht einseitig bleibt.

Wer den Kanal nutzt, muss erreichbar sein und auf Rückmeldungen reagieren. Außerdem sollte WhatsApp gezielt eingesetzt werden. Zu viele Kampagnen wirken schnell aufdringlich und führen eher zu Abmeldungen.

Closed Communities und Nischen werden relevanter

Auch Closed Communities und spezialisierte Nischen gewinnen wieder an Bedeutung.

Dabei geht es nicht nur um bestimmte Interessen oder Hobbys, sondern vor allem um Expertise und klare Positionierung. Unternehmen, die ihre Themen wirklich verstehen und gezielt kommunizieren, können sich stärker von der Masse abheben und engere Beziehungen zu ihrer Zielgruppe aufbauen.

Auffällig war außerdem, dass viele Marken sich zunehmend wie Creator positionieren. Persönlichkeit, Nahbarkeit und glaubwürdige Kommunikation werden wichtiger als reine Reichweite.

Neuausrichtung hin zu Credibility

Marken und große Creator verlieren an Dominanz, während Nano- und Micro-Influencer deutlich an Bedeutung gewinnen. Der Trend zu Authentizität, Build in Public, Storytelling und Persönlichkeit verändert Social Media spürbar und lässt perfekte Inszenierungen immer weiter in den Hintergrund rücken.

Für Marken bedeutet das: Sie müssen ihr Denken verändern und weniger wie klassische Werbetreibende auftreten. Statt reiner Werbebotschaften braucht es glaubwürdige Inhalte, echte Einblicke und eine klare Haltung.

Fazit

Die OMR 2026 hat gezeigt, wie stark sich Marketing aktuell verändert. KI entwickelt sich weiter, Suchsysteme verändern Sichtbarkeit und Kommunikation wird direkter und persönlicher.

Viele dieser Entwicklungen sind längst keine Zukunftsthemen mehr, sondern beeinflussen bereits heute die tägliche Marketingarbeit.

Für Unternehmen bedeutet das vor allem: klarer kommunizieren, relevanter werden und eine starke Markenidentität aufbauen.

Wir nehmen viele spannende Eindrücke aus Hamburg mit und freuen uns darauf, diese Impulse in unsere Arbeit einfließen zu lassen.